Wissenschaft

Immunsystem von Athleten (Teil 3)

Im älteren Blogbeitrag zu Mikronährstoffen wurde bereits ein Überblick über Mikronährstoffe gegeben. Generell gesehen, zählen zu den Mikronährstoffen wasser- und fettlösliche Vitamine, Mengen- und Spurenelemente und verschiedene Pflanzenstoffe wie z.B. Antioxidantien. Im heutigen Science Friday wird näher auf die Spurenelemente eingegangen. Zur Unterscheidung von Mengen- und Spurenelementen ist zu erwähnen, dass Mengenelemente in größeren Mengen benötigt werden (> 50 mg/kg Körpergewicht). Im Gegensatz dazu werden Spurenelemente nur in kleinen Mengen benötigt (< 50 mg/kg Körpergewicht). Abgesehen von der unterschiedlichen Zufuhrmenge sind sowohl Mengen- als auch Spurenelemente wichtig für das Funktionieren des menschlichen Körpers, da sie in vielen Körperprozessen beteiligt sind.

Alle vorgestellten essenziellen Spurenelemente sind lebenswichtig und haben alle eine wichtige Aufgabe in unserem Körper, welche im Folgendem näher erläutert werden. 

Was sind die wichtigsten Spurenelemente in unserem Körper?

  • Zink
  • Mangan
  • Selen
  • Molybdän
  • Silizium
  • Jod
  • Kupfer
  • Eisen 
  • Lithium

Wir beleuchten heute die immunrelevanten Spurenelemente:

Zink

Zink ist im gesamten Körper an Dutzenden Stoffwechselprozessen beteiligt und kann hemmend oder beschleunigend eingreifen. Es ist ein wichtiger Antioxidans, ohne das im Immunsystem nichts so läuft, wie es sollte. Bei Zinkdefiziten sind Hautprobleme, psychische Erkrankungen, entzündliche Prozesse und ein gestörter Säure-Basen-Haushalt häufig zu beobachten. Des Weiteren spielt Zinke eine entscheidende Rolle in der Zellteilung und schützt die Zelle vor Schädigungen, die durch freie Radikale verursacht werden. 

Empfohlene tägliche Zufuhr:

  • Männer: 10 mg
  • Frauen: 7 mg

Vorkommen in 100g

  • Leber (Schwein, Kalb) 6-8 mg
  • Austern >7 mg
  • Linsen 5 mg
  • Weizenvollkorn 4 mg 
  • Mais 2,5 mg

Selen

Selen dient als Zellschutz gegenüber aggressiven Sauerstoff Formen, welche durch äußere Einflüsse wie Umweltgifte, Strahlungen, Rauchen usw., aber auch in normalen Stoffwechselprozessen entstehen. Darüber hinaus ist es sehr wichtig für unsere Immunabwehr, da es die Bildung von Antikörpern und von natürlichen Killerzellen stimuliert. Allerdings kann bei Überschüssigen Dosierung diese Wirkung auch umgekehrt werden.

Empfohlene tägliche Zufuhr:

  • Männer: 30 – 70 µg
  • Frauen: 30 – 70 µg

Vorkommen in 100g:

  • Hering 140 µg
  • Thunfisch 130 µg
  • Paranüsse (2-4 St.) 50-100 µg
  • Sojabohnen 60 µg

Eisen

Eisen ist als Bestandteil des Hämoglobins mit dem Sauerstofftransport im Blut beziehungsweise mit dessen Speicherung beschäftigt.

Eisen kann auch als Ferritin (Eisen-Protein-Komplex) oder auch als Hämosiderin in der Leber, in der Milz oder im Knochenmark gespeichert werden. Eisenmangel kann es zu einem geschwächten Immunsystem führen und damit das Risiko von Infektionen erhöhen. 

Des Weiteren kann es bei Eisenmangel zu einer Blutarmut (Anämie), Müdigkeit und Konzentrationsschwäche kommen. 

Empfohlene tägliche Zufuhr:

  • Männer: 10 – 12 mg
  • Frauen: 10 – 15 mg

Vorkommen in 100g: 

  • Austern 13 mg
  • Sojamehl, Hirse 9 mg 
  • Leber (Kalb, Rind) 7 – 8 mg
  • Linsen 7 mg
  • Haferflocken 5 mg

Quellen:

Burgerstein, U. P., Schurgast, H. & Zimmermann, M. (2012). Handbuch Nährstoffe. 12. Aufl. Verlag: Trias.1.

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